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Qualitätsmanagement der GSE


Die GSE-internen Qualitätsstandards für das ambulante betreute Wohnen im Behindertenbereich

I.    Qualitätsmanagement der GSE, Geschäftsfeld Wohnen

II.    Qualität der Leistung im ambulant betreuten Wohnen nach den Richtlinien des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR)

III.    Weitere GSE-spezifische Qualitätsmerkmale des Dienstes Ambulant Betreutes Wohnen

IV.    Anhang
 
I.    Qualitätsmanagement der GSE


Die GSE ist ein Dienstleistungsunternehmen im Sozialbereich mit einem umfassenden Spektrum an Hilfsangeboten in Wohn-, Pflege-, Betreuungseinrichtungen und Behindertenwerkstätten, in denen ca. 1150 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Die GSE verfügt über langjährige Erfahrungen in der stationären und ambulanten Betreuung von Menschen, die aufgrund von Alter, Pflegebedürftigkeit, psychischen und/oder geistigen Behinderungen einer professionellen psychosozialen Betreuung bedürfen.

Die GSE hat mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Unternehmensleitbild entwickelt, das die Grundsätze, Werte, Ziele und Aufgaben, denen wir uns als gemeinnütziges soziales Dienstleistungsunternehmen verpflichtet fühlen, zusammenfasst.

Wir beziehen uns hier im Wesentlichen auf die Broschüre der GSE „Qualitätsmanagementsystem der GSE, Geschäftsfeld Wohnen – Theoretische Hintergründe – Praktische Umsetzung, Essen 2004“ und das Qualitätsmanagementhandbuch, in denen die Entwicklung des Qualitätsmanagements, Vorgehensweisen und handlungsleitende Qualitätsstandards ausführlich beschrieben werden. Im übrigen sind die aktuellen Leitbilder, Richtlinien und Konzepte im Leistungssegment Betreutes Wohnen öffentlich jederzeit über die Homepage www.gse-essen.de abrufbar.    

Die GSE verfügt über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, ist
Mitglied der „Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) in Frankfurt und erfüllt alle Qualitätsanforderungen und Richtlinien (LVR, SGB XII, etc.).

So ist auch das ambulant betreute Wohnen („Betreutes Wohnen“)  in das Gesamtgefüge der GSE eingebunden und nutzt die vorhandenen Strukturen und Ressourcen.

Für das Betreute Wohnen ist eine Qualitätsbeauftragte (QB) benannt worden. Die Qualitätsbeauftragte nimmt u.a. an der „GSE-Konferenz zur Qualitätssicherung- und entwicklung“ teil.

II.    Qualität der Leistung im ambulant betreuten Wohnen nach den Richtlinien des LVR

In der Leistungs- und Prüfungsvereinbarung gem. §§ 75 ff SGB XII  für den Leistungsbereich Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung (LPV - LVR) vom 01.07.2005 wird unter § 4 ff die Qualität der Leistung dargestellt.
Die GSE und ihre Mitarbeiter/innen im Betreuten Wohnen arbeiten auf Grundlage dieser vom LVR vorgegebenen Qualitätsstandards. Die LPV - LVR ist somit Bestandteil des GSE-internen Qualitätsmanagements (s. Anlage).  

III.    Weitere GSE-spezifische Qualitätsmerkmale des Dienstes Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung

1.    Die GSE hält eigene Immobilien in Form von Eigentumswohnungen, Reihenhäusern, Doppelhaushälften und Wohnungen zur Miete für das „Betreute Wohnen“ vor. Der Überlassungsvertrag (Mietvertrag) wird unabhängig vom Betreuungsvertrag abgeschlossen.

2.    Die GSE unterstützt die Leistungsempfänger/innen darin, ihren individuellen Rechtsanspruch auf bedarfsdeckende Hilfen zum selbständigen Wohnen unabhängig von der Art und Schwere der Behinderung durchzusetzen. Ziele und Maßnahmen werden in Individuellen Hilfeplänen (IHP) gemeinsam besprochen und entwickelt.

3.    Die Entscheidung zum Einzug in eine Wohnung trifft die/der Leistungsempfänger/in. Ein Wohnungswechsel von Leistungsempfängern wird von den Mitarbeiter/innen der GSE individuell begleitet, hinsichtlich der psychosozialen Wirkung analysiert und durch geeignete Maßnahmen erleichtert.

4.    In den jeweiligen Hausgemeinschaften bzw. Nachbarschaften wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von behinderten und nichtbehinderten Menschen geachtet (s. §4,1 der LPV-LVR) und damit der Aspekt einer sozialen Integration berücksichtigt.

5.    Die Leistungsempfänger/innen sind Mieter ihres Wohnraumes. Der Zutritt von Mitarbeiter/innen der GSE zur Wohnung ist vertraglich gesichert.

6.    Für Leitungskräfte und Mitarbeiter/innen der GSE liegen Funktionsbeschreibungen vor, die deren Verantwortungsbereich beschreiben.

Die GSE beschäftigt ausschließlich Fachkräfte und sonstige Kräfte, die die Voraussetzungen gem. § 5 Abs. 1 und 2  LPV - LVR erfüllen. Gleiches gilt für die Fallverantwortung, die nach § 5 Abs. 3 LPV - LVR ausschließlich durch eine Fachkraft wahrgenommen wird.    

7.    Es werden fallbezogene Teambesprechungen durch einen Oberarzt einer Psychiatrischen Klinik durchgeführt. Bei Erstellung des Individuellen Hilfeplans (IHP) erfolgt eine Fachberatung durch in der Psychiatrie erfahrene Sozialarbeiter/innen.  

8.    Das interne „Verbesserungs- und Beschwerdemanagement“ der GSE steht den Leistungsberechtigten im Betreuten Wohnen zur Verfügung und ist Bestandteil der kundenorientierten Betreuungsarbeit.

9.    Die GSE verfügt über ein differenziertes Verbundsystem mit verschiedenen Wohnformen und personellen Betreuungsintensitäten, so dass differenzierte und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten für die Leistungsempfänger/innen ermöglicht werden.

10.     Die Durchlässigkeit der Wohnformen in beide Richtungen ist ein wesentlicher Bestandteil des GSE-spezifischen Hilfeangebotes. Dies bedeutet, dass die Klienten aus dem stationären Bereich sich schneller auf ein Wohnen im ambulanten Bereich einstellen können, da sie die Sicherheit haben, u.U. wieder (im über die Einvernehmen mit dem Kostenträger) zurück in eine stationäre Einrichtung bei der GSE mit den bekannten Strukturen zu wechseln und umgekehrt.

11.     Die GSE betreibt ein eigenes Fortbildungsprogramm, um Mitarbeiter/innen gezielt und kontinuierlich über die jeweils aktuellen Entwicklungen zu informieren und im Hinblick auf ggf. veränderte Bereichsanforderungen zu qualifizieren.

12.     In den öffentlich zugänglichen Büroräumen des Betreuten Wohnens sind die Strukturen der Bürokommunikation vorhanden und bieten ausreichenden  Raum für die individuelle Einzelarbeit mit den Leistungsempfänger/innen.  

13.    In Notfällen an Wochenenden oder Feiertagen stehen die Ressourcen des Verbundsystems (Heim - Betreutes Wohnen) den Klienten zur Verfügung. Die Mitarbeiter/innen in den Heimen sind über Klientendaten durch einen „Notfallordner“ informiert.

In Krisensituationen stehen auch die Bezugsbetreuer / Bezugsbetreuerinnen über Handy zur Verfügung.

14.    Reparaturen oder Renovierungen in den jeweiligen Wohnungen regelt nach Absprache mit den Mitarbeitern der haustechnische Dienst der GSE.

15.    Urlaubs- und Krankheitsvertretung sind jederzeit gewährleistet.


Quellenverzeichnis

•    Broschüre der GSE: „Qualitätsmanagementsystem der GSE“ Geschäftsfeld Wohnen, Essen 2004

•    Leistungs- und Prüfungsvereinbarung für den Leistungsbereich Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung zwischen der GSE und dem LVR vom 01.07.2005

•    Qualitätsstandards für die „Hilfen zum selbstständigen Wohnen“ in der Stadt Essen, Essen 2008